Jeuner Admin 18.09.07 22:23
Die Bayer CO Pipeline zwischen Dormagen und Krefeld-Uerdingen
Die Bayer MaterialScince AG baut seit einiger Zeit eine Versorgungsleitung für Kohlenmonoxid zwischen Dormagen und Krefeld. Bayer benötigt das Kohlenmonoxid als Grundbaustein für die Produktion von Kunststoffen zB. dem Kunststoff Makrolon® der für CDs, Autoscheinwerfer und auch Brillen verwendung findet. Im Chemiepark Krefeld-Uerding reicht die Kapazität nicht mehr aus um die notwendigen Kohlenmonoxidmengen zu decken. Laut Bayer vermeidet die Pipeline jährlich ca. 70.000 Tonnen CO2 Emissionen und rund 2000 LKW-Fuhren Koks im Jahr werden überflüssig. Das die Pipeline der Arbeitsplatzsicherung für den Chemiestandort in NRW dient sei hier nur nebenbei erwähnt.
Bau und Betrieb der Pipeline erfolgen unter Beachtung strenger Sicherheitsvorkehrungen, die teilweise weit über das gesetzlich geforderte Maß hinausgehen (Zitat Bayer). Dennoch haben einige Anwohner die an der Trassenführung der CO Pipeline wohnen versucht mit einer Einstweiligenverfügung die Weiterführung des Projekt zu stoppen. Der Antrag wurde heute von den Gerichten abgelehnt.
Ich verstehe nicht ganz warum man sich aufregt das eine CO Pipline gebaut wird. Wenn ich an die ganzen alten und teilweise unansehnlichen Gasleitungen denke die unter unseren Bürgersteigen schlummern finde ich die CO Pipline ziemlich harmlos. Zu dem handelt es sich hier um eine "Gerade" und nicht um ein Geflecht von Rohrleitungen. Ich kann mir Vorstellen, das man in einem so linearen System, leicht Lecks, binnen Sekunden ermitteln könnte. Kritikfähig wäre sicherlich wenn der Verkäufer der Grundstücke an der Trassenführung von der Kohlenmonoxid-Pipeline wusste und dies beim Verkauf bewusst verschwiegen hätte. Ich werde in den nächsten Tagen mal weitere Informationen zu der Pipline sammeln und hier bereitstellen. Wer Informationen zu dem Thema hat kann sie mir gerne an info(at)dillenberg.net schicken.
Pipline-Homepage Trassenführung
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